ÜBERSICHT

     

   
ÜBER DEN TAGESTREFF



Der Kemenate Tagestreff ist ein Frauenprojekt innerhalb der Hamburger Wohnungslosenhilfe.

Das Angebot ist von Frauen für Frauen, die Basis unserer Arbeit ist parteilich und feministisch.

Jede wohnungslose Frau ist in unserer niedrig-
schwelligen Einrichtung willkommen und kann die Angebote anonym und unbürokratisch in Anspruch nehmen.

Leider sind die Räume für rollstuhlfahrende Frauen ohne Hilfe nicht erreichbar.

   

 
Unser Angebot richtet sich an Frauen,

die ohne den Schutz der eigenen Wohnung leben müssen - die...

  • auf der Straße leben
  • in Notunterkünften, in Billighotels und
    Pensionen leben
  • bei FreundInnen, Bekannten oder Familienangehörigen notdürftig unterkommen
  • Zwangspartnerschaften eingehen
  • in unzureichenden Wohnverhältnissen leben etc.

 
Möglichkeiten

Im Tagestreff können die Besucherinnen...

  • sich ausruhen
  • andere Frauen treffen und sich austauschen
  • Kaffee und Tee trinken
  • eine Postadresse einrichten
  • telefonieren und/ oder sich anrufen lassen
  • Computer-Arbeitsplätze mit Internet-Zugang nutzen
  • kochen und essen
  • duschen
  • Wäsche waschen, trocknen und bügeln
  • Kleiderspenden erhalten
  • gemeinsam die Freizeit organisieren
  • Ausflüge und anderes unternehmen
  • Spiele spielen
  • Zeitungen und Bücher lesen
  • Bücher ausleihen
  • Radio hören und fernsehen
  • nähen
  • schreiben

  • Einmal in der Woche kommt eine Allgemeinmedizinerin und behandelt anonym und kostenlos.

    Alle 14 Tage bietet eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie die psychiatrische Sprechstunde an.


 
Mit Rat und Tat

Unsere Mitarbeiterinnen unterstützen bei...

  • der Suche einer Notunterkunft
  • der Suche einer Wohnung
  • Behördengängen
  • Schreiben von Briefen
  • Aufgabe und Beantwortung von Anzeigen
  • schwierigen Telefonaten
  • Beschaffung von Dokumenten
  • allgemeinen Fragen des Alltags
   

 
So finden Sie uns

Tagestreff für wohnungslose Frauen
Charlottenstrasse 30
20257 Hamburg

Telefon Büro: 040/ 430 49 59
Fax: 040/ 401 709 40
E-Mail: kemenate-tagestreff@t-online.de

Telefon Besucherinnen: 040/ 430 48 59

Öffnungszeiten:
Mo, Do, Sa, So: 14 bis 19 Uhr
Mi (Frühstück): 10 bis 15 Uhr

Der Tagestreff wird gefördert von der
Hansestadt Hamburg

     



Aktuelles





Sommeröffnungszeiten 2010


Vom 17. Juli bis zum 12. September 2010 ist der KEMENATE Tagestreff an den Wochenenden geschlossen.

Bis zum 12. September bestehen folgende Öffnungszeiten:
montags und donnerstags: jeweils von 14 bis 19 Uhr
mittwochs von 10 bis 15 Uhr


Psychiatrische Sprechstunde


Im 14-tägigen Rhythmus besteht montags von 14.30 Uhr bis ca. 16.30 Uhr das Angebot einer psychiatrischen Sprechstunde im Tagestreff. Viele wohnungslose Frauen leiden unter psychischen Erkrankungen, für die Dr. Susanne Kenklies aus der Asklepios Klinik Nord Ochsenzoll niedrigschwellige psychiatrische Unterstützung anbietet. Bitte informieren Sie sich bei Bedarf über den genauen Termin.

Frisörin


Am ersten Montag im Monat schneidet eine Frisörin interessierten Besucherinnen gegen Zahlung eines geringen Entgelts die Haare. Eine vorherige Anmeldung – telefonisch oder persönlich – ist nicht möglich.




Fußpflege


Am dritten Montag im Monat kommt eine Fußpflegerin für die Besucherinnen (ohne Voranmeldung, geringer Eigenanteil). Dieses Angebot wird von den Frauen sehr gut nachgefragt und angenommen.

Reise 2010

Dank der großzügigen Spende einer Stiftung fand die KEMENATE-Reise 2010 vom
28. Juni bis zum 1. Juli statt: Auf der Nordsee-Insel Föhr erlebten 10 Besucherinnen des Tagestreffs eine viertägige Auszeit von ihrem anstrengenden Alltag.



Freier Praktikumsplatz


Im KEMENATE Tagestreff gibt es die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren. Studentinnen des Studiengangs Sozialarbeit/Sozialpädagogik, die einen interessanten Praktikumsplatz suchen und sich mit dem Thema Frauen und Wohnungslosigkeit beschäftigen möchten, sind herzlich willkommen, sich bei uns zu melden.




Ärztin


Donnerstags findet die ärztliche Sprechstunde statt: Beate Plamann-Kroll, Fachärztin für Allgemeine Medizin, kommt von 14 bis 16 Uhr in den Tagestreff. Frau Plamann-Kroll hat ihre niedergelassene Praxis in der Nähe des Tagestreffs im Stadtteil Eimsbüttel und bietet somit optimale Voraussetzungen für eine langfristige Integration in das ärztliche Hilfesystem.




Treuhandstiftung (THS) August Mohr (in Verwaltung Bürgerstiftung Hamburg e.V.)


Die Mitarbeiterinnen und Besucherinnen bedanken sich an dieser Stelle sehr herzlich für die großzügige Spende der Treuhandstiftung August Mohr. Mit dieser Spende finanzierte der Tagestreff zwei Schlafsofas, die obdach- und wohnungslosen Frauen eine Schlafmöglichkeit im Ruheraum bieten, sowie einen Tisch mit sechs Stühlen für die Küche.

Vielen herzlichen Dank!





Stellungnahme zu den sogenannten "1,-€-Jobs"


Wir haben uns entschieden, unseren Kooperationsvertrag mit der Hambuger Arbeit (HAB) zu kündigen, da wir es nicht verantworten können, Frauen unter den neuen Gesetzesbestimmungen, die seit Januar 2005 gelten, zu beschäftigen. Bislang haben wir im Kemenate Tagestreff zur Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten eine Verwaltungskraft beschäftigt, und seit letztem Jahr zusätzlich eine Frau im hauswirtschaftlichen Bereich. Unter den bisherigen Bedingungen war dies akzeptabel und eine große Entlastung für die Arbeit im Tagestreff. Nach eingehender Diskussionen im Team und Rücksprachen mit dem Vorstand des Trägervereins Kemenate Frauen Wohnen e.V. schließen wir uns anderen Trägern in Hamburg wie z.B. verikom und Abakus aus folgenden Gründen an:

1€-Jobs sind keine Jobs, sondern Arbeitsgelegenheiten. Es gibt keine Arbeitsverträge, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keine perspektivreiche Qualifizierung. Es sind befristete Arbeitsgelegenheiten, die unseres Erachtens keine sinnvolle sozial-oder arbeitsmarktpolitische Maßnahme darstellen.

Die Arbeitsgelegenheiten sind nicht freiwillig. Bei Weigerung oder mangelnder Kooperation wird den Erwerbslosen der Lebensunterhalt gekürzt. Bei Jungerwachsenen ist eine mögliche Sanktionen sogar die komplette Streichung der Leistungen.

Die sogenannten 1€-Jobs sollen per Gesetz „zusätzlich“ sein. Die wird zum einen kaum kontrolliert, und die Grenze verschwimmt ebenso wie die gesetzliche Vorgabe, dass die Tätigkeit im gemeinnützigen Bereich sein muss. Durch die massiven Kürzungen im sozialen Bereich in der letzten Zeit sind große Lücken entstanden, die nun mit 1€-Jobbern gefüllt werden sollen. Reguläre Arbeitsplätze werden durch dieses Gesetz abgebaut, und das allgemeine Lohnniveau weiterhin gedrückt.

Es gibt keine angemessene Bezahlung für diese Tätigkeiten. Viele Arbeitsgelegenheiten bieten nicht einmal einen Euro pro Stunde, denn laut Gesetz gibt es lediglich eine angemessene Entschädigung für Mehraufwendungen. Viele müssen sich, um die „Arbeitsstelle“ zu erreichen, eine teure HVV-Karte kaufen. Da es kein Sozialticket mehr gibt, und Fahrtkosten nicht erstattet werden, bleibt selbst von der Aufwandsent-
schädigung nichts oder nicht mehr viel übrig.

Die neuen Gesetze treffen Frauen in einer besonderen Härte und verschärfen die bereits vorhandene Diskriminierung. Ohnehin leisten Frauen Reproduktionsarbeit und ehrenamtliche Arbeit, die wenig anerkannt wird und sind mit 77% traurige Spitzenreiterinnen im Bereich geringfügiger Beschäftigung.

Weitere Informationen zum Thema Hartz IV finden Sie auf folgenden Internetseiten:

www.verdi.de/hamburg
www.tacheles-sozialhilfe.de
www.hartzIV-beratung-hamburg.de